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2015, „Gefühl: Dobermann“ (Kamera, Schnitt) englisch

Regie: Gabriele Mathes, AT 2015, DCP, Farbe, 16 min

 

https://vimeo.com/136753480

The woman director briefs the mother on the upcoming scene in the film, but she complains about the daughter’s rage formulated therein. Whether it is that of the character or that of the actual relation remains unclear. Also the further proceedings defy the unambiguous distinction between play and life: A subtly constructed intimate play about (familial) speechlessness, childhood trauma, and sadism.
Eine Drehpause: Protagonist/innen führen Smalltalk, es spielen Kinder, ein Mops schnauft. Die Regisseurin brieft die Mutter zur anstehenden Szene, doch diese verweigert Fessel und Knebel. Sie verstehe den Zorn der Tochter nicht, klagt sie. Ob den der Filmfigur oder den der Verwandtschaft, bleibt unklar. Wie sich auch der weitere Handlungsverlauf der eindeutigen Unterscheidung von Spiel und Leben widersetzt. Vieles sei niemals richtig ausgesprochen worden, heißt es. Tatsächlich scheinen sich verdrängte Emotionen mit jedem Blick und jeder Geste in den Filmdreh zu übersetzen; in eine Wohnungsenge, die in der Unbarmherzigkeit von Handkamera und Naturlicht zunehmend Beklemmung suggeriert. Ein subtil gebautes Kammerspiel über (familiäre) Sprachlosigkeit, Kindheitstraumata und Sadismus.

 

Konzept & realisation: Gabriele Mathes

Kamera: Hermann Lewetz, Hanna Huber

Schnitt: Hermann Lewetz

Ton: Lisa Weber, David Lewetz

Musik: Claudia Martini, Klaus Kobald

Sounddesign: Gabriele Mathes

Darsteller/innen: Walter Mathes, Brigitte Schöllenberger, Maria Saturn, Josef Wimmer u. a.

 

Uraufführung: Diagonale 2015

 

Vertrieb: Sixpackfilm